Etikette und Benimmregeln

 

Jedes Land hat seine ganz eigenen Benimmregeln. Das sind ungeschriebene Gesetze für den Umgang mit einander. In Deutschland nennnt man diese auch Knigge. Damit kein Deutschlandbesucher in ein peinliches Fettnäpfchen tritt, sind hier die wichtigsten Umgangsformen kurz erläutert.

Pünktlichkeit

Wie das Klischee über die deutsche Pünktlichkeit vermuten lässt, legen die Deutschen tatsächlich viel Wert auf eben diese. Ist eine Verabredung um 20 Uhr, dann sollte man am besten bereits fünf Minuten früher da sein. Die Verabredung ist wahrscheinlich auch schon da. Im privaten Bereich sind Verspätungen eventuell noch tolerierbar, keinesfalls aber bei geschäftlichen Terminen. Da können wenige Minuten das Vertrauen erheblich stören. Die Höflichkeit verlangt einen Anruf, der darüber informiert, dass man sich verspätet.

Handschlag

In Deutschland begrüßt man sein Gegenüber in dem man ihm die Hand reicht. Vor allem wenn es um geschäftliches geht, ist es eine grobe Unhöflichkeit die Hand nicht zu reichen, einzige Ausnahme: Erkältung oder ähnliches. Unter Freunden ist es nicht ganz so streng. Kennt man sich schon länger, gibt es auch schon mal eine Umarmung zur Begrüßung. Es ist eher selten sich mit neuen Bekanntschaften zu umarmen. Dahingehend ist das deutsche Volk etwas verhalten.

Höfflichkeitsform

Hierarchie und Titel spielen eine große Rolle in der deutschen Geschäftswelt. Niemals sollte man einfach jemanden dutzen. Der Ranghöhere, also der Chef oder der Vorgesetzte, muss das Du anbieten. Hat jemand einen akademischen Titel, sollte man diesen unbedingt bei der Ansprache gebrauchen. Angesprochen wird immer mit dem Nachnahmen. Heißt der Kollege Max Mustermann und hat einen Doktortitel, dann wird er Herr Doktor Mustermann angesprochen. Keinesfalls spricht man ihn mit seinem Vornamen an.
Im privaten Bereich ist alles etwas lockerer. Freunde und Bekannte werden natürlich mit ihren Vornamen oder Spitznamen angesprochen.

Bargeld

Im Allgemeinen wird in Deustchland mit Bargeld bezahlt. Vor allem in kleinen Geschäften wie im Kiosk, beim Bäcker oder Blumenladen zählt nur Bares. Einkäufe in Supermärkten oder Einkaufszentren können meist problemlos mit Karte beglichen werden, genauso wie Restaurantbesuche in Großstädten. Man kann davon ausgehen, dass je kleiner der Ort ist, desto wahrscheinlicher muss man Bar zahlen. In vielen kleineren Städten ist keine Kartenzahlung in Restaurants oder Läden möglich.

Alkohol

Ein Feierabendbier ist bei Deutschen gern gesehen. Alkohol gehört zur deutschen Gesellschaft einfach dazu. Bevor man zum Trinken ansetzt, sollte “Prost” gesagt und dem Gegenüber in die Augen geblickt werden. Es nicht zu tun, soll Unglück bringen. Es ist nicht unüblich in der Öffentlichkeit zu trinken. Einige nehmen ihr Bier auch mit in öffentliche Verkehrsmittel, obwohl, das nicht überall erlaubt ist. Dennoch wird es meist geduldet. Solange gesittet getrunken wird, hat niemand etwas einzuwänden. Allerdings ist Trunkenheit verpöhnt, besonders in der Öffentlichkeit. Das sollte in jeden Fall vermieden werden.