Deutsche Geschichte

Vom Mittelalter bis heute

Germanische Stämme wie die Franken und die Sachsen bevölkerten das heutige Deutschland bereits vor der Zeitenwende und dem ersten Kontakt zum Römischen Reich. Die Römer eroberten große Teile des heutigen Deutschlands. Seit dem Mittelalter wurden die gemanischen Kleinstaaten mehrfach zu einem Reich geeint, bis zur Gründung der ersten deutschen Republik 1919. Nach den 2 verheerenden Weltkriegen wurde Deutschland in einen sozialistischen Osten und einen demokratischen Westen geteilt. Seit 1990 gibt es nur noch einen deutschen Staat, die Bundesrepublik Deutschland.

Das heilige römische Reich deutscher Nation 843-1806

In der Geschichtsschreibung sprechen wir ab dem 9. Jahrhundert von einem deutschen Volk und einer deutschen Geschichte. Der römisch-deutsche Kaiser Karl der Große brachte sein damaliges Frankenreich zur größten Ausdehnung. Im Jahr 843 wurde dieses Reich entlang des Flussen Rhein geteilt. Aus Westfranken wurde Frankreich und aus Ostfranken das “Heilige römische Reich deutscher Nation”. Am Ende des Mittelalters war Karl V. der letzte mächtige Kaiser dieses 1. Deutschen Reiches. Er kämpfte gegen Martin Luther und die Reformation. Mit dem Kampf gegen Napoleon endete das Heilige Römische Reich im Jahre 1806 mit der Niederlegung der Kaiserkrone durch Kaiser Franz II. Das Reich deutscher Nation zerfiel in zahlreiche Kleinstaaten, der mächtigste davon war Preußen.

Der Weg zum Nationalstaat

1861 wurde Wilhelm I. zum König von Preußen gekrönt. Er ernannte nur ein Jahr später Otto von Bismarck zum Ministerpräsidenten.Nach dem deutsch-französischen Krieg (1870-71) einte Bismarck das deutsche Reich wieder und der preußische König Wilhelm wurde zum gesamtdeutschen Kaiser proklamiert. 1888 war das Dreikaiserjahr: Wilhelm I und sein Nachfolger Friedrich III starben. Der damals 29 Jahre alte Wilhelm II wurde neuer Kaiser. Unter seiner Herrschaft führte Deutschland den 1. Weltkrieg, an dessen Ende 1818 die Niederlage und die Novemberrevolution standen. Der Kaiser wurde abgesetzt und im Folgejahr die Weimarer Republik ausgerufen. Zum ersten Mal erhielt Deutschland eine demokratische Verfassung.

Der Nationalsozialismus und der 2. Weltkrieg

1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Seine Partei, die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) stellte mit nur 33 Sitzen die größte Franktion im Parlament. Hitler hob jedoch die demokratische Verfassung auf und begründe so seine totalitäre Macht. Jedes Jahr wurden seine Gesetze, besonders die gegen die jüdische Bevölkerung gerichteten, extremer. 1938 kam es zur Reichskristallnacht, in der jüdische Synagogen und Geschäfte in ganz Deutschland zerstört wurden. Knapp 1 Jahr später begann der 2. Weltkrieg mit dem deutschen Angriff auf Polen. Er endete 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches. Über 60 Millionen Menschen waren diesem Krieg weltweit zum Opfer gefallen.

Wiederaufbau und Wiedervereinigung

Deutschland wurde nach dem Krieg in 4 Besatzungszonen aufgeteilt. Die sowietische Zone wurde abgetrennt und 1949 zum sozialistischen Staat DDR (Deutsche Demokratische Republik) ernannt. Die amerikanische, die englische und die französische Zone wurden kurz danach als Bundesrepublik Deutschland unter einem demokratischen Grundgesetz vereint. Erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland wurde Konrad Adenauer von der Partei CDU. Erst 1990 wurden die beiden deutschen Staaten nach dem Fall der Berliner Mauer und einer gewaltlosen Revolution im Osten wiedervereint. Seither hat sich die Bundesrepulik Deutschland zu einer wichtigen Wirtschaftsmacht innerhalb der Europäischen Union entwickelt.